
Wusstet Ihr, dass sich unser Nachbarland, die Niederlande, ideal für einen Roadtrip anbietet? Nein? Dann erfahrt hier, warum es doch so ist!
Je nach dem wo man in Deutschland wohnt, kommt man schnell und einfach nach Holland. Wir haben unseren Roadtrip von Bergisch- Gladbach aus gestartet.
Unser erster halt waren die Mühlen von Kinderdijk.

Wir sind relativ früh am Morgen schon aufgebrochen, denn wir wollten den Tag voll nutzen. Zwischen 9 und 10 Uhr sind wir angekommen und waren so ziemlich die Ersten. Das Wetter war sehr bescheiden, es war bewölkt und nieselte leicht. Das störte uns jedoch nicht weiter, da wir die Mühlen ohne die Touristenmengen genießen konnten. Der Weg durch das Museumsgelände führt an mehreren Mühlen vorbei. Zwei Mühlen konnten wir sogar von innen besichtigen und sehen wie die Menschen damals in den Mühlen gelebt haben. Im Museumsgebäude gab es zusätzlich noch ein witziges und lehrreiches Spiel, mit dem wir besser verstehen konnten, wie die Mühlen funktionieren und was ihr Zweck war. Schaut da mal vorbei!

Gegen Mittag fuhren wir weiter. Nächster Halt: Rotterdam. Nach einer halben Stunde waren wir da und haben noch einen Platz im Parkhaus bekommen. Vorsicht: Nach 12 Uhr wird es schwierig Parkplätze in der Stadt zu bekommen.
Rotterdam ist eine sehr moderne Stadt, sie hat mir daher nicht so gefallen, da mir persönlich ein Altstadtkern gefehlt hat. Dennoch konnten wir auch in Rotterdam schöne Ecken finden wie beispielsweise am Riesenrad oder an einem kleinen See in der Stadt.

Nach einem Stadtspaziergang ging es weiter nach Den Haag. Wir wollten am ersten Tag noch unbedingt das Meer sehen. In Den Haag angekommen hatten wir jedoch ernsthafte Schwierigkeiten einen Parkplatz zu bekommen, so dass wir leider nicht die Stadt besichtigen konnten, was sehr schade war, da sie aus dem Auto aus sehr schön aussah! Deswegen seid frühzeitig vor Ort, wenn Ihr mit dem Auto in einer Stadt parken wollt!
Zum Glück haben wir noch einen Parkplatz am Strand von Den Haag gefunden und konnten noch einen schönen Strandspaziergang machen und die ersten Sonnenstrahlen am Meer genießen.
Scheveningen liegt 30 Km von Rotterdam entfernt.

Anschließend ging es nach Vianen, unserem Basislager. Zentral und günstig gelegen und somit der perfekte Ausgangspunkt für unsere Südhollandrundreise.
Am zweiten Tag ging es weiter in die Hauptstadt, nach Amsterdam. Um nicht wieder das Parkproblem zu haben, haben wir uns entschieden die Option Park and Rail zu nutzen. Wir haben dafür unter dem Stadion von Ajax Amsterdam geparkt und sind mit der Bahn zum Hauptbahnhof gefahren. In Amsterdam haben es uns besonders die Stadtteile Leidesplein und Jordaan angetan. Und auch das Rotlichtviertel hat uns sehr gut gefallen. Es stimmt Frauen stehen da in Unterwäsche in Schaufenstern zur Schau. Aber die Häuser, in denen sie stehen und das Viertel ist wirklich sehr schön! Im Anne-Frank-Haus waren wir leider nicht. Wir hatten es verpasst uns ein Online Ticket zu kaufen und die Schlange vor dem Museum war uns zu lang, da wir in einem Tag so viel wie möglich von Amsterdam sehen wollten. Unser persönliches Highlight an diesem Tag war die Grachtenfahrt, bei der uns die Tourguides viel von der Geschichte Amsterdams erzählt hatten. Wir hatten sogar eine Bar an Board 😉

Am dritten Tag ging es wieder ans Meer. In das kleine Fischerdorf Volendam. Wir sind morgens früh gestartet, damit wir das Dorf noch ohne Touristen erleben konnten. Und es war wirklich schön! Nach einem Spaziergang an der Promenade haben wir uns in ein Caffè mit Blick auf den Hafen gesetzt. Anschließend sind wir in die berühmte Cheese Factory gegangen. Dort kann man sich einen kurzen, aber interessanten Vortrag über die Herstellung von Käse anhören. Anschließend kann man die unterschiedlichsten Käsesorten probieren und natürlich für Zuhause kaufen.

Zum Abschluss sind wir noch über den Markt geschlendert, der die verschiedensten Köstlichkeiten angeboten hat. Ausgerüstet mit Vla, dem holländischen Pudding, ging es weiter zu den Mühlen von Amsterdam.

Da es warmer und sonniger Tag war, waren wir dieses Mal nicht die einzigen an den Mühlen. Es waren viele Touristen da, was das ganze eher in ein Schauspiel verwandelte als in eine authentische Besichtigung. Trotzdem haben uns die Mühlen sehr gut gefallen. Uns persönlich haben uns die Mühlen von Kinderdijk besser gefallen. Das kann aber einfach daran liegen, dass die Mühlen bei Amsterdam überlaufener waren als die von Kinderdijk.

Anschließend ging es für uns weiter zum Duin en Bosch Nationalpark. Wir hatten gehofft dort Büffel in freier Natur sehen zu können. Leider konnten wir sie an diesem Tag nicht sichten. Dennoch haben wir den Spaziergang in der ruhigen Natur Hollands sehr genossen. Abgeschlossen haben wir den Nachmittag in einer lässigen Strandbar.

Am vierten und letzten Tag haben wir uns noch Utrecht angeschaut. Utrecht liegt nur wenige Kilometer von Vianen entfernt. Wir wollten uns Utrecht unbedingt noch anschauen, da es auch als „kleines Amsterdam“ bekannt ist. Die Altstadt hat uns gut gefallen vor allem mit den Kanälen, die durch die Stadt laufen.

Nach einem Stadtspaziergang ging es zurück in den Schwarzwald. Es war ein richtig schöner 4- tages- Trip durch den Süden Hollands. Holland bietet sich optimal für einen Roadtrip an, da man sowohl Städte wie Amsterdam, Rotterdam und Den Haag gut besichtigen kann, als auch das Meer und die unberührte Natur. Besonders Highlight für uns waren zusätzlich noch die Mühlen, welche von der UNESCO zum Weltkulturerbe gekürt wurden.
Wir können es jedem sehr empfehlen! 🙂